Initiative zur Gleichstellung von Frauen
und Männern in der Arbeitswelt

 geschichte

Geschichte des Business Incubators

Im Jahr 2002 wurde der Business Incubator Graz als Partnerprojekt des Gründerinnenzentrums Steiermark ins Leben gerufen. Nach amerikanischem Vorbild unterstützt das Incubator-Modell (wörtlich: Brutkasten, Brutstätte) junge technologieorientierte Unternehmen in den frühen Phasen der Unternehmensgründung und –entwicklung.
Ausgangspunkt war eine Analyse des Gründungsgeschehens und der Wirtschaftsstruktur im Großraum Graz, die das Ergebnis brachte, dass hinsichtlich der für einen Business Incubator relevanten Zielgruppe ein ausreichend großes Potenzial gegeben sei.
Zu Beginn im Jahre 2002 standen auf rund 500 m² insgesamt acht geschlossene Büros und ein Großraumbüro im Ausmaß von 129 m² zur Verfügung.
Obwohl die Auslastung des Business Incubators von Beginn an mehr als zufrieden stellend ausgefallen war, ergaben die Erfahrungen der ersten Projektmonate, dass die Nachfrage nach den geschlossenen Büros wesentlich größer war, als nach offenen Arbeitsplätzen.
Aus diesem Grund wurde 2003 der Großraumbereich entsprechend den Bedürfnissen der Firmensitzwerber angepasst (10 Einzelbüros, 4 Einzelarbeitsplätze).
Der bisherige Erfolg spricht für sich: Bisher konnten insgesamt 22 Unternehmen ausgehend vom Business Incubator Graz in die Selbstständigkeit starten.

 


 

 qualifizierung

Geschichte des Gründerinnenzentrum

1998 bis 2000 – Das Gründerinnenzentrum Steiermark
Ein EU-Projekt des Vereines „Taten statt Worte“ war Wegbereiter für die Realisierung des österreichweit ersten Gründerinnenzentrums in der Steiermark. Zu Beginn des EU-Projektes standen die Durchführungsplanung und eine Machbarkeitsstudie, wonach sich auch die architektonische Umsetzung der Räumlichkeiten richtete. Ziel war der Bezug der Räumlichkeiten des Gründerinnenzentrums Steiermark am Nikolaiplatz 4/II in Graz, womit die eigentliche Arbeit als Impulszentrum zur Stärkung des wirtschaftlichen Potentials von Frauen beginnen konnte. Die offizielle Eröffnung des Gründerinnenzentrums Steiermark fand am 04. Oktober 2000 statt.

„In Styria“ – Preis

Im Juni 2000 wurde das Gründerinnenzentrum vom Arbeitsmarktservice Steiermark und dem Land Steiermark mit dem „In-Styria“ – Preis in der Kategorie „Employment“ ausgezeichnet.

Projekt „succeed! Mentoring für Jugendliche“

Ein innovatives Projekt im Umfeld des Gründerinnenzentrums sollte jungen Nachwuchskräften beim Aufbau von gründungsrelevanten Kontakten helfen. Erstmals in der Steiermark schafft „succeed!“ eine Plattform, die junge interessierte Menschen in ihrer Karriereplanung mit erfahrenen Führungs- und Fachkräften zusammenführt.

2001 – 14 Büros für 14 Unternehmerinnen
Das Gründerinnenzentrum Steiermark etablierte sich innerhalb kurzer Zeit zu einer viel genutzten Anlaufstelle für gründungsinteressierte Personen und wird zum Firmenstandort junger Unternehmerinnen. Das dabei äußerst intensiv in Anspruch genommene Beratungsangebot – auch außerhalb des Zielgruppenbereiches von Frauen – führte bald zur Überlegung, ein weiteres schwerpunktorientiertes Impulszentrum im Gründungsbereich zu schaffen.

2002 – Der Business Incubator Graz

Mit dem Freiwerden von 500 m² Raumnutzfläche am Nikolaiplatz 4/III – unmittelbar oberhalb des Gründerinnenzentrums Steiermark – im Juni 2002 nahmen die Pläne für die Schaffung des Business Incubators Graz als Start Up – Hilfe für Gründungsinteressierte im Branchenschwerpunkt Kommunikation, Information, Design und Consulting realisierbare Dimensionen an. Im Oktober 2002 konnten den künftigen GründerInnen im Business Incubator Graz acht Einzelbüros und ein Großraumbüro zur Verfügung gestellt werden.

2003 – Der Business Incubator Graz erprobt sich

Die ersten Monate zeigten, dass die acht in sich geschlossenen Büros einen höheren Zuspruch im Vergleich zu den freien Arbeitsplätzen im Großraumbüro erhielten. Mit dem Ziel, JungunternehmerInnen eine optimale Arbeitsplatzsituation zu ermöglichen und damit auch die Auslastungsquote im Zentrum bestmöglich zu nutzen, wurden Adaptierungsmaßnahmen durchgeführt. Die bestehenden Einzelbüros wurden um zwei zusätzliche Büros erweitert und vier separate Einzelarbeitsplätze wurden geschaffen. Das Ergebnis der Umstrukturierung zeigt sich in einer umgehenden 100% - Auslastung

2004 – Zeit für Vernetzung

Im Sinne der Unternehmensphilosophie beider Zentren stand von Anfang an der Aufbau von internen wie auch externen Interessensgemeinschaften in Form von Kooperationen mit Unternehmungen, gründungsrelevanten Einrichtungen und fachspezifischen Personen. Intern stattfindende Netzwerktreffen im Sinne einer Wissens- und Sozialbörse sollen den Erfahrungsaustausch wie auch die Synergieeffekte innerhalb der beiden Einrichtungen am Nikolaiplatz fördern. Interdisziplinäre und regionsübergreifende Partnerschaftsprojekte fördern die Sensibilisierung für die gesellschaftspolitischen Aufgaben der beiden Einrichtungen und verbinden nachhaltig Menschen mit gleichen Zielen.


2005 – EU-Projekte als neue Impulse

2005 konnten zwei zukunftsweisende EU-Projekte gestartet werden:

  • Interreg - Female Entrepreneurship widmet sich einem gründungsspezifischen Strukturenvergleich zwischen Slowenien und der Steiermark, einhergehend mit dem Aufbau von Netzwerken und der Unterstützung von steirischen und slowenischen Gründerinnen.
  • Das Projekt Equal Escape steht für den Aufbau einer Mikrokreditschiene im Gründungsbereich und richtet sich speziell an die Zielgruppe der Gründerinnen.

 

5 Jahre Gründerinnenzentrum Steiermark, 3 Jahre Business Incubator Graz
Mit einer Jubiläumsfeier am Nikolaiplatz 4/II und 4/III kann ein erfolgreicher und zufrieden stellender Rückblick auf die bisher gesetzten Aktivitäten gemacht werden. Zentrumsauslastung und die wachsende Nachfrage an Beratungsleistungen sprechen für die zweckgebundene Notwendigkeit der beiden Einrichtungen.

Team Campus

Das Projekt Team Campus steht für die Verbesserung der Chancen von JungunternehmerInnen auf dem mittel- und südeuropäischen Arbeitsmarkt. Als Gemeinschaftsprojekt konzipiert, arbeiten das Gründerinnenzentrum Steiermark wie auch der Business Incubator Graz mit weiteren ProjektpartnerInnen an der internationalen Vernetzung von Kontakten zwischen Unternehmen und jungen, qualifizierten ArbeitnehmerInnen.

2006 – „Erfolgreich Gründen“ – Open House

Das Weitertragen der Erfolgsstrategie und damit die Förderung des Kommunikationsweges zu künftigen GründerInnen gilt es nachhaltig zu stärken. Wie könnte das besser geschehen, als vor Ort und mit einschlägigen Praxisbeispielen – nämlich den UnternehmerInnen der beiden Zentren selbst.
Gelegenheit dafür bot die Open House Veranstaltung „Erfolgreich Gründen“ mit mehreren hundert interessierten Gästen.

Wettbewerb „Gründerin des Jahres 2006“

Erstmals wurde im Jahr 2006 vom Gründerinnenzentrum Steiermark ein Wettbewerb ausgerufen, der sich an alle erfolgreichen Gründerinnen in der Steiermark richtete. Eine Kandidatin wurde gekürt, viele Bewerbungen wurden eingeschickt und noch viel mehr gründungsmotivierte Menschen konnten erreicht werden.

Gemeinschaftsprojekt Gründerland Steiermark

Mit der Aufgabe, eine Steigerung des wirtschaftlichen Wachstums in den beiden Projektzielgebieten Obersteiermark und Süd/Oststeiermark durch Verbesserung der Gründungskompetenzen zu erreichen, beteiligt sich das Gründerinnenzentrum Steiermark mit Workshopangeboten, Coachings und als Fachsupport für Frauen auf dem Weg in die Selbstständigkeit an diesem Großprojekt.

Gründungscoaching & Crash Coaching

Viele Fragen begleiten steirische UnternehmensgründerInnen auf ihrem Weg in die Selbstständigkeit. Das Gründerinnenzentrum Steiermark nimmt sich dieser in Form eines breit gefächerten Coaching-Angebotes an.

2007 – Wettbewerb „Frauen- und familienfreundlichste Betriebe der Steiermark 2007“

Wie frauen- und familienfreundlich sind steirische Betriebe? Auf diese Frage konnten steirische Unternehmen auch in diesem Jahr wieder mit ihren gelebten Unternehmensphilosophien in der Vereinbarkeit von Familie und Beruf antworten.
 
Die Initiative "Taten statt Worte" legte 2012 das GründerInnenzentrum und den Business Inncubator in die Hände der Stadt Graz (Abteilung für Wirtschafts- und Tourismusentwicklung) mit Mag. (FH) Sonja Grabner als zuständiger Stadträtin, zumal die Stadt Graz bereits seit Beginn des Projekts ein wichtiger Kooperationspartner für die Zentren und speziell für die ansässigen Unternehmen war.
 
Kontakt:

N4 Innovationszentrum Graz

Nikolaiplatz 4, 8020 Graz

0316/720810

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